DIVI-Intensivregister
Register-ID:218
Redaktioneller Stand:12.03.2021
Allgemeines
Beschreibung
Das DIVI-Intensivregister erfasst täglich die freien und belegten Behandlungskapazitäten in der Intensivmedizin von etwa 1.300 Akut-Krankenhäusern in Deutschland. Seit der COVID-19-Pandemie werden zudem auch aktuelle Fallzahlen intensivmedizinisch behandelter COVID-19-Patientinnen und Patienten aufgezeichnet. Öffentlichkeit und registrierte Nutzende aus dem Gesundheitsbereich können auf der digitalen Plattform verschiedenste Aufbereitungen der gemeldeten Daten einsehen.
Zweck und Zielsetzung der Registerführung
Das Intensivregister dient der Ermittlung der intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten. Unter anderem durch bedarfsorientierte Datenaufbereitung ermöglicht(e) das Intensivregister in der COVID-19-Pandemie, sowie darüber hinaus, Engpässe in der intensivmedizinischen Versorgung im (über)regionalen und zeitlichen Vergleich zu erkennen. Es schafft somit eine wertvolle Grundlage zur Reaktion und zur datengestützten Handlungssteuerung in Echtzeit.
Kontext der Registerführung und -nutzung
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat das DIVI-Intensivregister im März 2020 im Rahmen der Bekämpfung und Eindämmung von SARS-CoV-2 mit fachlicher Unterstützung der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI e.V.) aufgebaut und entwickelt.
Absehbare Entwicklung, geplanter Ausbau
Geplant sind weitere Optimierungen der Automatisierbarkeit bzw. die Förderung der automatisierten Übermittlung von Daten aus Krankenhaus-IT-Systemen
Internetauftritt, Quellen
Rechtsgrundlagen
Gesetzliche Ebene
Bundesrecht
Rechtsgrundlagen
Inhalte des Registers
Qualität
Die Vollständigkeit der Daten ist aufgrund der gesetzlichen Meldepflicht hoch, auch bei optionalen Angaben. Seit Frühsommer 2023 ist das Meldeverhalten in Folge der geänderten Lage jedoch deutlich rückläufig: Mit Stand Mai 2025 werden täglich Meldungen von ca. 2/3 der registrierten Meldebereiche empfangen.
Maßnahmen zur Qualitätssicherung sind zum einen umfangreiche Beschreibungen zu den jeweiligen Variablen in der Meldemaske. Präzise Definitionen sollen in der heterogenen Krankenhaus-Landschaft ein einheitliches Verständnis gewährleisten. Zusätzlich stellen diverse Plausibilitätsprüfungen bzw. Validierungen eine sinnvolle Dateneingabe sicher.
Es findet zudem eine nachträgliche Datenaufbereitung und -bereinigung statt. Hier werden Ausreißer entfernt oder etwaige Meldelücken aufgefüllt.
Periodizität und Aktualität
Das Register ist tagesaktuell. Es wird aktualisiert, kurz nach dem neue Meldungen eingegangen sind. Die Übermittlung durch die Krankenhäuser erfolgt in der Regel täglich vor 12 Uhr, teils aber auch in kürzeren Abständen
Informationsobjekte (Einheiten, über die Daten geführt werden)
Administrative Registerführung
Vergleichbare Verwaltungsebene
Bund
Ressort
Datenhaltende Stellen
Zuständigkeiten
Das Robert Koch-Institut führt mit fachlicher Unterstützung der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) das DIVI-Intensivregister. Betrieb und methodische Entwicklung des Intensivregisters sowie Analysen und Reporting obliegen dem RKI und werden dort verantwortet. Die DIVI unterstützt und berät das RKI dabei mit intensivmedizinischer Fachkenntnis.
Öffentliche Datenbereitstellung
Kein
Öffentlicher Datenzugang
Im öffentlichen Bereich, der ohne Registrierung genutzt werden kann, sind zusammengefasste Informationen über die aktuelle Auslastung der Intensivbetten einsehbar.
Zudem sind einzelne Daten des Intensiv-Registers öffentlich auf einer Website zur Verfügung gestellt.
Nicht-öffentlicher Datenzugang
Medizinisches Personal kann nach Registrierung bspw. über eine Umkreissuche Details zur aktuellen Belegungssituation benachbarter Intensivkliniken mit Kontaktdaten finden. Akteure des öffentlichen Gesundheitsbereichs (Behörden, Ministerien, Krisenstäbe) erhalten neben dem Standortregister und einer Bundesländertabelle mit detaillierten Betten- und Fallzahlen ausführliche Lageberichte, die zweimal wöchentlich aktualisiert werden.
Datenlieferungen (eingehend/ ausgehend)
Täglich gehen Meldungen jeder Intensivstation bzw. jedes Meldebereichs über die derzeitige Auslastung der Bettenkapazitäten ein.
Jeder Meldebereich erhält wöchentlich einen Meldenachweis der vergangenen Kalenderwoche in Form eines Downloads.
Meldungen erfolgen direkt auf der Webseite oder können in maschinenlesbarer Form aus anderen IT-Systemen übermittelt werden.
Verwendung der Registerdaten
Daten auf höherer Aggregationsebene werden visuell aufbereitet und öffentlich zur Verfügung gestellt. Registrierte Nutzende des öffentlichen Gesundheitsbereichs haben im internen Bereich zudem u.a. Einsicht in aufbereitete Lageberichte. Bei Bedarf und Zulässigkeit im Hinblick auf den Verwendungszweck gemäß Infektionsschutzgesetz § 13 Absatz 7 Infektionsschutzgesetz und § 2 Verordnung zur Krankenhauskapazitätssurveillance erhalten diese Akteure Daten in zusätzlicher Form für die Lageanalyse und -steuerung aufbereitet bzw. bereitgestellt.
Open Data-Tauglichkeit
Ein Großteil der Daten des Intensivregisters wird auf GitHub und Zenodo in aggregierter Form als Open Data bereitgestellt.
Technische Informationen
Datenbanken (Werte)
Datenbanken
Redis-Datenbank
Schnittstellen (Werte)
Standards zur Datenhaltung (Werte)
Standards zur Datenhaltung
Das Register wird elektronisch geführt.
Portale (Werte)
Portale
Für eine strukturierte Datenkommunikation steht das InEK Datenportal zur Verfügung. Über das InEK Datenportal können sowohl Daten an das InEK geliefert als auf Wunsch auch Dokumente abgeholt werden. Die Kommunikation mit dem InEK Datenportal erfolgt über eine verschlüsselte Verbindung.